„What we left unfinished“ ist ein Dokumentarfilm von Mariam Ghani, der Material aus dem Nationalarchiv Afghanistans verwendet. Trotz des spannenden Themas ist der Film eher durchschnittlicher. Ich erzähle in diesem Text, was mich an diesem Film beschäftigt. Der Inhalt basiert auf einer wahren Geschichte. Es geht darin um das Leben der Filmschaffenden, die in den 60er Jahren bei Afghanfilm tätig waren.
Diese Filmschaffenden waren nicht so professionel. Es gibt Gründe dafür. Einerseits existierte in den 60er Jahren in Afghanistan keine Filmakademie und guten Ausbildungsmöglichkeiten. Anderseits stand nicht ausreichend Equipment zur Verfügung. Afghanfilm wurde aus politischen Gründen mit staatlichen Budget gegründet. In den nächsten Jahren produzierte das Institut angelehnt an die Ästhetik des sowjetischen Kinos ideologisch-politische Propagandafilme. Der Film zeigt, wie afghanische Filmschaffende damals trotz Probleme und Herausforderungen Filme produzierten. Frauen begegneten in diesem Beruf besondere Schwierigkeiten. Sie wurden wegen ihrer Arbeit als Prostituierte bezeichnet und von ihren Familien sowie der traditionellen Gesellschaft ausgestoßen.
Maryam Ghanis stellt die sozialen Aspekte, wie Frauen in der Filmindustrie, nicht genügend dar. Sie konzentriert sich vielmehr auf die politische Propaganda und die Rolle, die die Sowjetunion bei der Filmherstellung spielte. Finanzierung, Equipment und Know-How von Afghanfilm kam zum größten Teil aus der Sowjetunion. Weiterlesen „Vergessene Held*innen“










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