Marighella

Der Film Marighella folgt dem brasilianischen Opposotionellen und Widerstandskämpfer Carlos Marighella, der in den 60er Jahren versuchte durch bewaffneten Widerstand die Militärdiktatur in Brasilien zu bekämpfen. Er wurde 1969 gewaltsam ermordet. Der Film ist in Zeiten des neuen Präsidenten Bolsonaro hoch aktuell. Bolsonaro verherrlicht die Diktatur und sagte in einem Interview, dass der größte Fehler der damaligen Generäle war, die Oppositionellen „nur zu foltern und nicht zu töten“. Der Film von Wagner Moura macht dabei mit expliziten Folterszenen sehr intensiv erfahrbar wie gewaltvoll und unterdrückerisch die Diktatur war und feiert den Widerstand.
Es wäre interessant gewesen dabei noch mehr über die politischen und gesellschaftlichen Gegebenheiten in Brasilien zu erfahren und nicht nur ein paar wenigen Widerstandskämpfer in ihren Schießerein zu folgen. 
Dennoch ist der letzte Satz des Films bezeichnend und sendet eine klare politische Botschaft. Der folternde Polizist lacht über den im Sterben liegenden Widerstandskämpfer „Wir haben gewonnen“, doch dieser erwidert mit letzter Kraft „Nein, wir haben gewonnen.“.

Text von lifeofdeads