Ohne jede Bodenhaftung

Es hat mich sehr berürt in dem Film Der Boden unter den Füßen zu sehen, wie sehr psychische Krankheiten das Leben von Menschen und ihren Angehörigen beeinflussen kann. Es hat mich traurig gemacht, wie stark die Beziehung zwischen die beiden Schwestern darunter gelitten hat und ich habe gemerkt wie schwierig eine solche Situation sein kann. Ich fand den Film manchmal langweilig, aber ich kann mir vorstellen, dass das Absicht war, um diese Langeweile im Leben der Protagonistinnen darzustellen.

Der Boden unter den Füßen, Regie: Marie Kreutzer
mit Valerie Pachner, Pia Hierzegger, Mavie Hörbiger, Michelle Barthel, Marc Benjamin
Sektion Wettbewerb

Text von lifeofdeads

Außer Kontrolle

La paranza dei bambini, Regie: Claudio Giovannesi, Sektion Wettbewerb

Ich fand es sehr erschreckend zu sehen unter welchen Bedingungen diese Kinder auf der Straße aufwachsen, ohne zur Schule gehen zu können und ohne Bezugspersonen, die sich um sie kümmern oder ihnen Grenzen setzen. Ich finde der Film hat gezeigt was passieren kann, wenn es keine Kontrolle gibt und was Gier aus Menschen machen kann, das hat unerwartete schlimme und sogar tödliche Konsequenzen. Ihr Leben ist bestimmt von Rache, was dazu führt, dass sie nicht mehr aus den Mafia Strukturen rauskommen und sich Konflikte immer weiter verschlimmern.

Text von lifeofdeads


Drei Schwestern

Ich fand es sehr beeindruckend, dass Kiz Kardesler gezeigt hat, dass es nicht weit von Großstädten entfernt, heutzutage immer noch Menschen gibt, deren Lebensweise sehr rückständig, simpel und isoliert ist. Besonders berrüht hat mich, zu sehen, wie die Schwestern darauf hoffen, Arbeit bei einem reichen Mann in der Stadt zu finden, um dem Leben in ihrem Dorf zu entfliehen.
Ich fand den Film sehr traurig, aber auch sehr realitätsnah, was mir gut gefallen hat. Besonders beeindruckend fand ich die wunderschöne Natur, die der Film gezeigt hat.

Kız Kardeşler (A Tale of Three Sisters)
Türkei / Deutschland / Niederlande / Griechenland
Regie: Emin Alper
mit Cemre Ebüziyya, Ece Yüksel, Helin Kandemir, Kayhan Açikgöz, Müfit Kayacan, Kubilay Tunçer

Text von lifeofdeads

Marighella

Der Film Marighella folgt dem brasilianischen Opposotionellen und Widerstandskämpfer Carlos Marighella, der in den 60er Jahren versuchte durch bewaffneten Widerstand die Militärdiktatur in Brasilien zu bekämpfen. Er wurde 1969 gewaltsam ermordet. Der Film ist in Zeiten des neuen Präsidenten Bolsonaro hoch aktuell. Bolsonaro verherrlicht die Diktatur und sagte in einem Interview, dass der größte Fehler der damaligen Generäle war, die Oppositionellen „nur zu foltern und nicht zu töten“. Der Film von Wagner Moura macht dabei mit expliziten Folterszenen sehr intensiv erfahrbar wie gewaltvoll und unterdrückerisch die Diktatur war und feiert den Widerstand.
Es wäre interessant gewesen dabei noch mehr über die politischen und gesellschaftlichen Gegebenheiten in Brasilien zu erfahren und nicht nur ein paar wenigen Widerstandskämpfer in ihren Schießerein zu folgen. 
Dennoch ist der letzte Satz des Films bezeichnend und sendet eine klare politische Botschaft. Der folternde Polizist lacht über den im Sterben liegenden Widerstandskämpfer „Wir haben gewonnen“, doch dieser erwidert mit letzter Kraft „Nein, wir haben gewonnen.“.

Text von lifeofdeads