Der Film System K zeigt uns eine Stadt, die eine spezielle Stadt ist. Der Zustand der Stadt lässt die Zivilisation eines Landes beschreiben. Kinshasa ist weder eine moderne Stadt noch eine primitive Stadt. Obwohl viele Ressourcen in der Stadt existieren, hat Kinshasa weder Stromversorgung noch Trinkwasser. Es scheint, dass die Stadt zu einem anderen Planeten gehört.
Wenn wir anfangen über Kongos Geschichte zu recherchieren, merken wir, warum die Ressourcen kaum genutzt werden. Der Grund ist Politik; Politik ist dabei! Der Film zeigt, dass in Kinshasa viele Kunst-Performances live auf der Straße stattfinden. Die Künstler produzieren aus Müll neue Kunstwerke. Sie besetzen die Gegenstände mit neuer Orginalität, die eine Echtzeit haben, Walter Benjamin nennt es die Aura des Kunstwerks. Die Kunstwerke, die aus nicht mehr gebrauchten Gegenständen entstehen, haben eine eigene Aura: „Das Hier und Jetzt des Originals macht den Begriff seiner Echtzeit.“ (Benjamin, 1963: 11)
Urban Art besteht aus der Begegnung mit der Stadt, durch sie reflektieren die Künstler_innen, die Wahrheit dieser Begegnung in ihrer Kunst. Im Film wird gezeigt, dass die Presse nicht über die Stadt berichtet. Keine Nachrichten! Die Presse gegen die Stadt und die Künstler gegen die Presse. Hier spielt Politik eine Rolle.
Überlassen wir Martin Heidegger das Schlusswort: „Im Werk der Kunst hat sich die Wahrheit des Seienden ins Werk gesetzt.“ (Heidegger, 1950:21)
Quellen:
Walter Benjamin: Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit, Suhrkamp, Frankfurt am Main, 1963.
Martin Heidegger: Holzwege ( GA 5), Vittorio Klostermann GmbH, Frankfurt am Main 1950.
Text von mehradsepahnia


