Das Schweigen Gottes

Sex ist ein Tabu, deswegen möchten die Menschen nicht darüber diskutieren. Hier stellt sich die Frage, können wir sexuellen Missbrauch Sex nennen? Missbrauch ist geheimnisvoll. Was passiert nach dem Missbrauch? Einerseits will man darüber reden, andererseits kann man es nicht tun. Der Film „Grâce à Dieu“ von François Ozon (Sektion Wettbewerb) stellt diese Frage.

Priester Bernhard Preyant hat mindestens 70 Kinder und Jugendliche zwischen 1986-1991 missbraucht. Die Opfer waren Kinder und nun sind sie Erwachsene. Sie möchten nach langer Zeit ihr Schweigen brechen. Damit beginnt eine neue Diskussion. Missbrauchte, die nicht darüber reden, sind die Opfer. In dem Moment, wo man darüber berichtet, versucht man nicht mehr Opfer sein. Der Priester versucht die Wahrheit mit Hilfe der Bibel nachzuweisen, und die anderen versuchen anhand von Gerichtsprozessen die Wahrheit zu zeigen. Was ist die Wahrheit? Die Wahrheit ist von Politik beeinflusst. Dieses Jahr hat die Berlinale das Motto „Das private ist politisch“. Während die Gerichtsprozessen von diese reale Prozesse immer noch offen ist, veröffentlicht François Ozon sein Film in Berlinale. Es ist also ein politische Akt.

„Alles hat seine bestimmte Zeit … Weinen hat seine Zeit, … Klagen hat seine Zeit, … Schweigen hat seine Zeit, und Reden hat seine Zeit.“ (Prediger 3,1.4.7)

Quelle: GLB-BK Elberfelder Übersetzung. in: Bibelkommentare.de, unter: https://www.bibelkommentare.de/bibel/elb_bk/prediger/3 (Abgerufen um 12.02.2019)

Text von mehradsepahnia

Überall wo wir sind – auch wenn wir nicht wollen.

Es geht in Überall wo wir sind um Heiko Lekutat, einem Berliner Tanzlehrer, der Krebs hat und daran mit 29 Jahren verstorben ist. Heiko war ein echter Kämpfer gegen Krebs. Sein Unterschenkel musste deswegen amputiert werden. Trotzdem gab er nicht auf … Weiterlesen „Überall wo wir sind – auch wenn wir nicht wollen.“