Urban Art in Kongos Hauptstadt Kinshasa, als Standort für lebendige Kunst, die die Stadt als ihre Bühne begreift. Hier begegnen sich Kunst mit der Herausforderung der Umsetzung im öffentlichen Raum und mit den politischen, gesellschaftlichen Problemen einer afrikanischen Metropole. Der Film System K von Renaud Barrett (Sektion Panorama) berichtet über das Leben der Urban Art Künstler sowie Künstlerinnen und der Entstehung ihrer Werke.
System K beginnt mit der Darstellung des Chaos auf den Straßen. Die schmutzigen vollen Straßen, ihren vielen Menschen, voller Noise, Gerüchen und Abfall. Man kann sogar die Fahrtbahn der Fahrzeuge nicht klar von den Bürgersteigen unterscheiden. Man bekommt einen Überblick von der Stadt gefilmt von einem Helikopter. In diesem Chaosleben protestieren die Künstler bewusst mit ihrer Kunst gegen diese Situation. In diesem Sinne ist die Kunst nicht mehr museale Kunst, die im Ausstellungsraum gezeigt wird, sondern es ist mit dem Protest gegen die Situation der Stadt verbunden.
Der Film stellt verschiedene Künstler vor; eine davon ist eine Malerin. Sie bringt ihre Gemälde auf die Straße, hängt sie an die Fassaden der Gebäude an und lässt die Bewohner und Kinder darüber sprechen. Sie erzählt im Film über ihre eigenen Kunstwerke: „Wir suchen nach anderen Visionen, in den Momenten, wenn wir die Gesellschaft spiegeln.“


